twitter, damals war es twitter und es war das aktivste, schnellste beste Netzwerk. Aktionen in diesem Netzwerk hatten Erfolg und interessierte Mitlesende.
Dieser Beitrag stammt aus 2013, beim aktualisieren in 2026, habe ich die veralteten twitter-Links entfernt.
Netzwerken, erzählen als Kuratorin, ichbinbw, twitter, Blogs, Blogger, beim Staatsministerium in Baden-Württemberg besprochen, bei Barcamps verfeinert, Ländleblogger vernetzten sich und doch aktiv ist 2026 kein Ländlebloggerprojekt.

Blogs statt twitter
Bestehen bleibt wie meist, die Blogs von damals, die existieren noch. Die Netzwerke, die damals genutzt wurden, gibt es heute so nicht mehr. Ich war ja damals Ende November 2012 dabei im Staatsministerium in der Villa Reitzenstein, als Blogger eingeladen wurden.
Danke an Michael, dass ich das Foto nutzen darf, welches er gemacht hat. Bei der Gelegenheit kam die Idee auf, übers Ländle zu twittern und die Idee zu @ichbinbw war geboren. Wer gerade das Konto betreut, wer das schon getan hat, was es sonst darüber zu berichten gibt, steht auf der Seite von ichbinbw.de. Zum Start der Woche ging jeweils der Artikel über die betreuende Person online, in meinem Fall der zur KW 6 Ute Hauth.

Das Twittern startete am Montag, den 31. Dezember 2012, ich bewarb mich direkt für Woche 6, mit Fastnacht drin. Ich selbst mag Fasnet, für mich gehört sie zum Ländle dazu, daher wollte ich sicher sein, dass jemand auch über dieses Thema schreibt. ;)
Das Projekt war bis 2019 immer mal wieder aktiv, wer weiß, irgendwann weckt es vielleicht erneut jemand.

Fotos
Ganz viele Fotos gibt’s in der Galerieübersicht. Ich habe die meisten Bilder, die ich twitterte hier beschriftet zusammengestellt. Manche noch einzeln im Beitrag, andere nur in der Übersicht, weil sie im Nachhinein hier im Blog nicht so relevant sind.

Vorgaben als Ländle-Kuratorin
Es gibt fast keine Vorgaben für twittern als @ichbinbw außer dem höflichen Umgang und einigen Selbstverständlichkeiten, siehe Regeln auf ichbinbw.de. Gesucht werden immer auch weitere Bewerber, wer aus dem Ländle stammt, in Baden-Württemberg lebt oder aus anderen Gründen eine Woche über Baden-Württemberg twittern kann, kann sich gern bewerben.

Ich finde es sehr gut, dass wenig Vorgaben existieren, so gibt es viel Freiheit, für das worüber man selbst gern berichten mag und für alles was sich spontan ergibt. Sinnvoll ist natürlich, wenn man etwas Erfahrung beim Twittern hat, die 140 Zeichen in Momentaufnahme sind ein anderes Format, als Blogbeiträge oder ähnliches. Gefordert werden 3-5 Tweets am Tag, nach 7 Wochen liegt der tatsächliche Schnitt der Tweets bei rund 21 täglich. Da sind allerdings auch Retweets und kurze Gespräche am Rande dabei.
Nachtrag 2021: Im Lauf der Jahre entwickelte es sich und benötigte irgendwann mehr Regeln und auch das Interesse an diesem Konto sank. Aber es existiert noch und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann mal wieder ein Hoch. 2026 ist da nichts aktiv, laut Webseite eben zuletzt 2019 richtig aktiv, aber wer weiß, vielleicht entsteht mal wieder etwas.
Vorbereitung
Ich wusste ja bereits mehrere Wochen vorher, wann meine ichbinbw-Woche sein würde. Mein Ziel war bereits im Vorfeld Konstanz und die schwäbisch-alemannische Fastnacht als Hauptthema zu nehmen. Mein zweiter Gedanke für genau diese Woche war, dass ich immer einige Zeit direkt mit Fastnacht verbringe, so dass es auch einfach wäre, regelmäßiges twittern mit zu integrieren. Ich las auch bewusster, was andere für ichbinbw in der Zeit vor mir schrieben und schaute mir an, was ich mir davon abschauen konnte.

Links und Infos sammeln
Wenn ich gerade mal Zeit hatte und mir etwas zu den geplanten Themen einfiel, dann suchte ich schon mal die Links raus und erstellte schon den ein oder anderen Tweet in einem Editor. Insbesondere Infos und Links zu Konstanz und zum Hintergrund der Fastnacht würden sich sicher nicht ändern.
In der Woche vorher kam der Fragebogen für die ichbinbw.de-Seite. Beim Beantworten fielen mir einige weitere Punkte und Links auf, die ich fürs Twittern nutzen wollte. Mein Fragebogen sollte auch etwas Hintergrundinfo geben, für diejenigen, die in kurzen Tweets vielleicht nicht so viel mit manch Geschriebenen anfangen konnten. Ebenfalls vorbereitet habe ich das Profilbild, da ich dieses Avatar schon sehr lange normalerweise nutze, wollte ich auch dabei bleiben. Im Beitrag war jedoch ein Foto verlinkt. Das Avatar wollte ich so anpassen, dass jemand in seiner Timeline unterscheiden könnte, ob ich gerade als @miradlo oder als @ichbinbw schrieb.

Ich plante Fotos zu twittern. Es war klar, manch ein Bild wäre spontan unterwegs gut möglich, andere Bilder, die ich gern dabei haben wollte, könnte ich nicht machen, z.B. Sommerbilder vom See, sind bei Schnee im Februar schlicht unmöglich. Deshalb hatte ich mir einen Ordner mit eventuell nutzbaren Bildern angelegt, in dem einige passende Fotos lagen, die ich bei Bedarf schnell einbauen konnte.
Die #rocur-Woche
Irgendwas hakte zunächst und klappte nicht direkt, wie geplant, aber da sowohl ich als auch Andreas, @badenpr wach und online waren, ließ sich das schnell klären.




































Sonntagnacht gab es also die Übergabe bei 744 Tweets, 670 Folgt und 455 Followern.
Ich hatte schon vorab in meiner Timeline viel Werbung für @ichbinbw gemacht, das vereinfachte die Kontakte, da einige mich bereits kannten. Für die meisten Tage hatte ich einige vorbereitete Tweets, aufgeteilt nach den Hauptthemen Konstanz und Fasnet. Konstanz für die Tage, an denen nicht viel bei Fastnacht los wäre, worüber ich berichten könnte und Fastnacht für die anderen Tage.
Damit war der Druck weg, sich etwas einfallen zu lassen, wenn man gerade gar nichts zu sagen hat. Die vorbereiteten Tweets waren mal ein Tageseinstieg, mal ein nettes Nebenbei. Ich hatte somit mein gefordertes Minimum – in Ruhe lange vorher – vorbereitet und konnte sowohl auf Tweets, wie auch auf Fotos immer mal schnell am Rande zugreifen. So ließ sich das regelmäßige Twittern ohne viel Zeitaufwand in den Arbeitsalltag einbinden, den es in dieser Woche an vier Tagen auch gab.
29 Tweets täglich als Kuratorin
Für intensivere Fragerunden waren es noch etwas zu wenige Follower, da kommen nicht so viele Antworten auf eine Frage. Trotzdem habe ich ab und zu auch mal nach etwas gefragt.

Rückmeldungen und Retweets gab’s jedoch regelmäßig, auch mal Fragen an mich. Es gab also durchaus Interaktion und das macht ja schon Spaß. :)
Bei meiner Übergabe war der Stand 947 Tweets, 721 Folgt und 487 Followern, siehe auch Screenshot in der Galerie von den letzten Tweets als @ichbinbw. Ich habe also im Schnitt 29 Tweets täglich getippt. Genauere Statistiken schaute ich mir an, aber es gab nichts auffälliges, nichts erwähnenswertes.
Tools
Apropos Tools… Ich nutze, wenn ich am Rechner bin, grundsätzlich keine speziellen Werkzeuge sondern bevorzuge die Weboberfläche (das gilt bei twitter und allen anderen Netzwerken für mich seit 2009). Da ich im Web arbeite, habe ich immer mindestens fünf Browser leicht erreichbar installiert. Diese nutze ich z.B. eben fürs posten mit mehreren Konten. Unterwegs nutzte ich Apps für @ichbinbw, da waren mehrere Konten gleichzeitig möglich. Zuweilen kam es zu Tweets aufs falsche Konto, besser wurde es, nachdem ich vor jedem Tweet explizit nochmal genau das gewünschte Konto angab. Sonst nutzte ich mustard, da klappten zwei Timelines kombiniert für twitter und identi.ca, welches ich privat stark nutzte. (identica gibt es schon lange nicht mehr, ich nutze heutzutage friendica so kann ich mit Menschen aus diversen, alternativen Angeboten wie mastodon oder diaspora Kontakt haben.) Private Tweets habe ich nur über identica verschickt, bei etwaigen Tool-Fehlern, kam also kein Privattweet über den @ichbinbw-Account, wenn dann kam etwas von dort mal auf dem Privatkonto an, das passte ja trotzdem, denn es war ja immernoch ich, die tippte.
Fazit für mich
Ich mochte die Idee eines #rocur-Accounts fürs Ländle schon vorher, das hat sich in dieser Woche verstärkt. Es gab solche Twitterkonten beispielsweise auch für München und Hamburg, ich mochte die Idee es nicht nur auf Wissenswertes aus Städten zu beziehen sehr gut. Einerseits kann ich als Baden-Württembergerin manches aus dem Land erfahren, was ich sonst wohl nicht wüsste. Wenn es um’s Ländle als Ganzes geht, sind sich ja sogar Badener und Schwaben eher einig, ob badisch oder schwäbisch ganz viele lieben „ihr Ländle“.
Ländleprojekte
Es kann helfen sich innerhalb des Bundeslandes zu vernetzen. Es kann als Werbung fürs Ländle und die ein oder andere Ecke sein.
Eine Woche ist auch ein guter Zeitraum, es ist nicht so lang, dass es nicht einplanbar ist, aber doch lange genug, um auch mal ins Gespräch zu kommen. Ich könnte es mir gut vorstellen, ähnliches irgendwann wieder einmal zu machen.
Einige Zeit gab viel Aktivität, im ersten Jahr gab es sehr viele, die gern mal als ichbinbw aktiv waren, ab 2020 gab es niemanden mehr. Die Netzwerke veränderten sich, es gab andere, andere Themen und dann kam Corona. Ab da war vieles ganz anders. , , falls jemand Interesse hätte, bewerben ist immernoch möglich, siehe: ichbinbw.de wir
Wer nicht twittern mag, aber etwas mit Bawü-Bezug veröffentlichen will, kann sich ebenfalls melden. Beim Treffen im Staatsministerium angefangen, bei späteren Barcamps wieder angesprochen, die Ideen stammen aus dem Juni 2013. Doch so richtig aktiv ist nach wie vor nichts. Zwischendurch geht es ja auch immer mal darum, achso die Blogs sind doch tot.
Nun, die Totgesagten leben länger. Insbesondere wenn ich ältere Artikel überarbeite merke ich, Wikipedia ist immer da, viele Blogs sind schon sehr lang da, alles andere wechselt und vergeht sehr schnell.
Aktualisiert in 2026
Wenn ich Beiträge aktualisiere, überprüfe ich die Links und passe an. Manchmal ergänze ich den Text, manchmal kommt ein Bild dazu. Der Artikel ist jedenfalls auf dem Stand des bearbeiteten Jahres, egal wie alt er ursprünglich ist.

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