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Landkarte von Baden-Württemberg die, die Grenze zwischen Baden und Schwaben zeigt

Landkarte Baden-Württemberg mit der Grenze zwischen Baden und Schwaben

Immer mal wieder überlegen und diskutieren wir, Roland und ich, welcher Ort im Ländle badisch oder schwäbisch ist.

Dieser Artikel aus 2008 wird gerne aufgerufen, die Karte habe ich daher immer mal wieder in größerer und besser Version hochgeladen, hier ist eine Version aus 2025 im Beitrag enthalten. Auch den Artikel ergänze und überarbeite ich immer mal, damit er auch weiter aktuell bleibt.


Bei miradlo, im Unternehmen, diskutieren wir Baden und Schwaben ebenfalls, da geht es jedoch eher um Fußball. Fast alle sind sich sicher, dass auf jeden Fall Freiburg und der KSC gut abschneiden müssen, einige bevorzugen den VfB. Klar, in zweiter Linie sind es baden-württembergische Vereine, in erster Linie jedoch sind Freiburg und der KSC badisch und der VfB schwäbisch, mehr zu den „Fußballproblemen“, die wir im Unternehmen hatten, gibts im Artikel über unsere Weihnachtsfeier.

Konflikte Baden-Schwaben

Landkarte die, die Grenze zwischen Baden und Schwaben zeigt

Die Konflikte zwischen Baden und Schwaben haben eine uralte Geschichte. In manchen Bereichen existieren bis heute eigene Verbände für Baden und Schwaben, z.B. der badische Sportbund. Die badische Bevölkerung war auch noch bei der Volksabstimmung 1951 gegen den Zusammenschluss von Baden und Württemberg, sie wurden jedoch durch die anderen Stimmverhältnisse in Württemberg überstimmt. Erst bei einer weiteren Abstimmung 1970, die nur in Baden durchgeführt wurde, gab es eine eindeutige Mehrheit, diesen Zusammenschluss nicht wieder rückgängig zu machen.

So ganz genau lässt sich nicht mehr klären, was die Ursache für den badisch-schwäbischen Konflikt war. Sicherlich war Baden eher katholisch und Württemberg eher evangelisch, jedoch gab es zeitweise auch die merkwürdige Situation, dass die Herrscher der beiden Gebiete von der jeweils anderen Konfession waren, als die Bevölkerung.

Badisch, schwäbisch und hochdeutsch

In vielem waren und sich die Menschen im Ländle halt auch sehr ähnlich, manchmal sogar einig: „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ Bei diesem Slogan sind sich Badener und Schwaben einig. Badisch und schwäbisch sind grundsätzlich unterschiedliche Dialekte, auch wenn das für diejenigen, die nicht aus Baden-Württemberg stammen, nur teilweise zu hören ist. Der Ursprung bei beiden ist jedoch alemannisch. Die Sprachgrenze verläuft noch immer ähnlich der alten Grenze zwischen Baden und Schwaben. Zum konstanzerischen Badisch siehe auch den Artikel zurKonschtanzer Fasnet, den ich im Dialekt geschrieben habe.

Baden und Württemberg

Ansonsten, egal weshalb, ein bisschen Gefrotzel und gegenseitiges Aufziehen, gehört in vielen Gebieten Baden-Württembergs einfach dazu. Roland und ich leben ja in einer gemischten Beziehung, d.h. er kommt aus dem schwäbischen Freudenstadt, ich aus dem badischen Konstanz. Klar, gehören die gegenseitigen Witze bei uns zum Alltag. Bei uns bleibt es jedoch genau dabei, wir sind beide nicht der Meinung, dass es heutzutage irgendeinen Grund gibt, ernsthaft über die Unterschiede zwischen Baden und Württemberg zu diskutieren.

Da haben es die Blogplüschelefanten utele und frido leichter, sie sind beide aus dem badischen Konstanz. ;-)

Landkarte badisch-schwäbisch Version 2025

Landkarte die den Grenzverlauf zwischen Baden und Schwaben in Baden-Württemberg zeigt

Um jedenfalls gegebenenfalls immer mal wieder, diese ehemalige Grenze zu Rate zu ziehen, gibts seit 2008 diese Baden-Württemberg-Karte, diese Version davon ist aus 2025.

Ich habe es nicht als Grenze eingezeichnet, sondern nur mit einem leichten Farbunterschied angedeutet. Diese Grenze hielt sich, als eine von wenigen, weder an Flussläufe, noch an Berge oder andere landschaftlich vorgegebene Punkte. Im Zweifel schauen wir bei einem Ort doch lieber nochmal nach und stellen manchmal fest, dass wir wieder falsch gelegen wären.

Hitparade badisch-schwäbisch

Zu dem Thema gehört eindeutig das alljährliche SWR 1-Hitparadenbattle. Auch in dieser Hitparade im Ländle geht es beim Sieg meist um das Battle Bohemian Rhapsody von Queen oder Stairway to Heaven von Led Zeppelin.

Anders als in weiteren Bundesländern gibt es ein badisch-schwäbisches Duell um weitere Plätze. Auf einer Seite steht das Badnerlied meist oder gar immer in Version der Montanara Chöre.

Auf der anderen Seite stehen schwäbische Stücke. Da gibt es Hymnen, wie „Der reichste Fürst (Württemberger Lied)“ in der Version von Gotthilf Fischer und den Fischerchören. Aber auch großartige Varianten wie die Schwabenhymne von Rock & Rollinger, sie feiert mit einem Augenzwinkern die typischen Eigenschaften.

Schwobarock ist ein fester Begriff und meint eine ganze Reihe an Musikern, die in Mundart singen.

Haferblues und Badnerlied

In den letzten Jahren gewinnt meist der Haferblues vorm Badnerlied. Alle weiteren Titel sind nicht immer gleich, vor allem im schwäbischen Dialekt gibt es da zuweilen Aktuelles und was auf die vorderen Plätze kommt.

Pferdle-Figur auf einer Theke an einer Rezeption
Äffle und Pferdle sind im Ländle auch als Figuren beliebt

Kult und inzwischen mit eigener Ampel in Schtuegert (Stuttgart) sind im Ländle Äffle und Pferdle. Da die beiden auch musikalisch sind, fehlt der Hafer- und Bananenblues Pferdle & Äffle in keiner Hitparade. Ursprünglich waren Äffle und Pferdle Füllfiguren in der Werbung des Südwestfunks, ähnlich den Mainzelmännchen im ZDF.

Sendungen und Serien

Im ZDF gibt es Tschappel, eine Serie in der schwäbisch gesprochen wird. Der SWR hatte für die ARD die Serie Die Kirche bleibt im Dorf erstellt. Diese Sendungen waren auch überregional bekannt.

Regional im SWR-Fernsehen gibt es nicht nur regionale Nachrichten und Sendungen wie die Landesschau. Es gibt diverse Serien und regelmäßige Sendungen mit Künstlern aus dem Ländle. Zusätzlich wird über Ereignisse berichtet, es gibt ganze Sendungen über den ein oder anderen Weihnachtsmarkt, Feste wie das Seenachtsfest. Da kommen die Menschen vor Ort zu Wort, somit auch zuweilen im Dialekt. Höhepunkt dessen ist die Fastnacht, da werden diverse Narrenveranstaltungen in voller Länge übertragen.

Online und Dialekt

Videos aller Art in den Social-Media-Kanälen enthalten in deutlich modernerer Form Beiträge im Dialekt. Cossu, der Badener ist auch in anderen Dialekten firm und setzt das ein.

…mehr badisch-schwäbisch

Mehr über Baade-Wiirdebäärg (Baden-Württemberg) gibt es in passender Version in der alemannischen Wikipedia. Diese alemannsiche Variante der Wikipedia hat viele Artikel nicht nur den übers Ländle. Auch als Feed abonnierbar sind beispielsweise die alemannischen Dialektnachrichten.

Das Land Baden-Württemberg möchte dem Aussterben der Dialekte mit einer Kampagne entgegenwirken. Beispielsweise wird ein Sprachatlas gefördert der mit Beispielwörtern aus den Regionen die Unterschiede aufzeigt, verlinkt habe ich die Bratkartoffeln. Ich spreche es wie in Engen, im Bodenseealemannisch sind es Brotherdöpfel.

Die KI habe ich befragt, die meint „Das Badisch-Schäbisch Battle ist ein spannendes und oft humorvolles Duell zwischen den beiden deutschen Regionen Baden und Schwaben. Diese Rivalität wird häufig in verschiedenen Medienformaten, wie zum Beispiel in Rap-Battles, Comedy-Videos und sogar in TV-Serien dargestellt.“
Angefangen vom Schreibfehler schon anfangs bei Schwäbisch kam da auch bei weiteren Fragen wenig Brauchbares. Derzeit fehlt den frei verfügbaren KI-Tools schon noch einiges. Und bei all meinen Tests bestätigt sich, dass die KI oft und viel lügt, es ist daher weiterhin nur ein erster Ansatz um etwas zu erfahren.

Weitere Artikel zu badisch-schwäbisch nachstehend mit kurzem Anreisser vorgestellt.

  • Konstanz ist eine Fastnachtshochburg, normalerweise mit der fünften Jahreszeit und der Freinacht am höchsten Feiertag dem Schmotzige Dunnschdig. Am fettigen Donnerstag muss jedes Mäschgerle (Mensch im Kostüm) in Fett gebackene Fasnetküchle, Berliner oder ähnliches futtern. Es gibt zweierlei, entweder es ist Fasnet oder ’s goht degege (Vorsicht, das ist ein Beitrag auf Konstanzerisch, das ist […]
  • ’s goht degege. Es gibt seit 2020 in Konstanz eine Geschwindigkeitsanzeigeanlage mit Ho Narro, Du Narr und Gohts no? Geschwindigkeitstafeln, die informieren gibt es auch in Konstanz, normalerweise mit Smileys. Zusätzlich zum Tempo gibt’s dann passende zufriedene oder unzufriedene Smileys. Angepasst auf Fasnet, habe ich es dieses Jahr jedenfalls erstmals gesehen. Ich finde die Idee […]
  • Der Artikel ist älter, daher nachträglich überarbeitet, so dass es keine toten Links gibt. Die @kischtrine fragte auf twitter woher das „z“ bei z‘ Konschdanz (Konstanz) kommt. (Sie ist inzwischen nicht mehr auf twitter aktiv, daher Link geändert.) Woher kommt eigentlich das „z“ wenn man „z Konschdanz“ sagt? Oder heisst es „ds“? Ihr Alemannen meiner […]
  • Beim Barcamp Bodensee #bcbs14 fand ich, es wäre mal die Gelegenheit über Dialekte zu sprechen. Ich bot eine Session an und es kamen einige Interessierte. Die Fotos der Session seht ihr dank Yvonne Sim, die mir erlaubte ihre Bilder zu verwenden. Die @kischtrine die ebenfalls in der Session war, schrieb vor Monaten schon einmal über […]
  • Telefonnotizblöcke gibt es natürlich in erster Linie, im ganz traditionellen Rahmen, mit vorgefertigten Punkten wie: Datum, Uhrzeit Wer rief an oder war da? Rückruf, oder meldet sich wieder Freitextfeld für die eigentliche Nachricht Solche Blöcke gibt es außerdem in dem ein oder anderen Dialekt, auf hessisch beispielsweise. Da ich ja zuweilen auch mal im Konschtanzer […]
  • In Konstanz gibt es Schimmele. Wer hier aus der Gegend kommt oder schon mal länger hier war, weiß sofort, was ein Schimmele ist. Die Brauerei Ruppaner gibt es seit 1795 hier am See in Konstanz. Ein Schimmele wurde traditionell in einem Steinkrug ausgeschenkt, weil es ein trübes Bier ist. Einige Zugezogene, die sonst Ruppaner eher […]
  • Beitrag aus 2013 aktualisiert 2021: Ich war ja damals Ende November 2012 dabei im Staatsministerium in der Villa Reitzenstein, als Blogger eingeladen wurden. Danke an Michael, dass ich das Foto nutzen darf, das er gemacht hat. Bei der Gelegenheit kam die Idee auf, übers Ländle zu twittern und dic Idee zu @ichbinbw war geboren. Wer […]
  • I schwätz it schwäbisch, ka i au it, i bin ja badisch. Aberr i mag schwäbisch, i mag die Schproch, s’isch eifach schee zom zueloße. Mein Roland isch en Schwob, i hon früehner d‘ Nochrichte uffem AB gern g’ha, mit sellem schwäbisch. Vum Roland hon i au g’lernt, dasses schwäbische Musiker git. Do hot’s teils […]
  • Nach der Podiumsdiskussion diese Woche schrieb ich : „Schlusswort: Kandidierende, die sagen, sie kämen aus der Gegend und dann Kon-s-tanz statt Konschtanz sagen, gehen gar nicht. :( #obkn“ Es kam diverse Kritik, von „keine Inhalte betrachten“ bis hin zu „Rechte und Pflichten von Deutschen“. Hat jemand gelesen, was ich schrieb? Kandidierende, die sagen, sie kämen […]
  • So ab und zu habe ich ja schon mal einen Artikel im Dialekt veröffentlicht, meist vor allem zur Fastnacht 2008 und 2009. Ich fürchte, dass nicht alle Leser dem Geschriebenen dann noch folgen können, denn selbst für mich ist das Lesen im Dialekt nicht ganz einfach. Beim Lesen bin ich nun einmal hochdeutsch gewohnt. Auch […]
  • Badische Hexe Badische Mütze Badisches Wappen bei den konstanzer Teufeln Badische Strümpf Badische Reiter Badische Mützen Badische Kuckuck Vor ein paar Tagen bekam ich von Herbert einen ganz ausführlichen Kommentar zum Artikel mit der Landkarte Baden-Württemberg. Diese Fülle an weiteren Informationen möchte ich nicht einfach nur im Kommentar stehen lassen, eine Stelle, die nur wenige […]
  • Ute: Think Pink Birgit Ute und Birgit in Pink Think Pink Party Ich hab ja schon erwähnt, dass die Fasnet für mich dieses Jahr mit einer Motto-Veranstaltung begann: „Think Pink“ Für manche erscheint das harmlos und für viele gar problemlos. Ich fange fast jedes Jahr mit dieser Party am Mittwochabend an. Es gibt auch jedes […]
  • Der folgende Artikel ist nicht auf hochdeutsch verfasst, zum Thema auf hochdeutsch. I hon ja scho letsch Johr übber ’s goht degege ::: schmotzige Dunnschdig und d’konschtanzer Fasnet gschribbe. Hüt hot min Azubi gseet, i wär schwer z’verschtoh, i hei zvill badisch g’veschpret. ;-) Sell isch halt eweng eso bi mir. ‚S giht Themene bi […]

Kommentare

24 Antworten zu „Landkarte Baden-Württemberg mit der Grenze zwischen Baden und Schwaben“

  1. […] bei angrenzenden Ländern einiges an gutmütiger Lästerei gibt, so wie auch zwischen Baden und Schwaben aber ich denke im Großen und Ganzen kommen Deutsche und Schweizer gut miteinander aus, egal […]

  2. Avatar von Herbert

    Schöne Seiten habt ihr da. Auf dieser hier sollte allerdings einiges klargestellt werden:

    1. Schwaben ist nicht Württemberg! Schwaben (in der Bedeutung: Sprecher eines schwäbischen Dialekts; wobei die Abgrenzung sehr schwammig ist (siehe 2.); bis ins 19. Jh. galten alle rechtsrheinischen Alemannen als Schwaben) gibt es (heute!) auch in Bayern, im ehemaligen Hohenzollern (das auf eurer Karte fehlt), im ehemaligen Baden und sogar in Tirol. Außerdem gibt es auch Nicht-Schwaben (Franken) im ehemaligen Württemberg.

    2. ¾Badisch “ ist kein Dialekt! Im ehemaligen Großherzogtum Baden spricht man fränkische (Südfränkisch, Ostfränkisch, Kurpfälzisch) oder alemannische Dialekte (Niederalemannisch, Hochalemannisch, Schwäbisch und als Ãēbergangsdialekt Bodenseealemannisch, welches noch vor einigen Jahrzehnten eher dem Niederalemannischen, heute aber eher dem Schwäbischen zugeordnet wird, wahrscheinlich, weil es von diesem schwieriger abzugrenzen ist), von denen viele auch außerhalb Badens gesprochen werden. Historisch ist Schwaben übrigens nur ein anderes Wort für Alemannen, weshalb eigentlich nicht nur alle Schwaben Alemannen, sondern alle Alemannen auch Schwaben sind. Daran sollten zumindest Südbadener denken, bevor sie wieder über Schwaben herziehen. Ein Beispiel: Noch 1837 (Ghzm. Baden gabs da schon etwa 30 Jahre) schrieb Gustav Schwab in seinen ¾Wanderungen durch Schwaben “ über Orte wie Baden-Baden, Freiburg, Badenweiler oder Konstanz.

    3. Zitat: ¾Diese Grenze hielt sich, als eine von wenigen, weder an Flussläufe, noch an Berge oder andere landschaftlich vorgegebene Punkte. “ Genau. Das kommt daher, dass sie unter Napoleon willkürlich gezogen wurde; es wurde auch danach noch munter hin- und hergetauscht, um Grenzverläufe zu begradigen. Sie hat demnach auch nichts mit sprachlichen oder kulturellen Grenzen zu tun.

    4. Schwäbisch ist keine Religion! Sowohl das badische als auch das württembergische Herrscherhaus waren protestantisch (Alt-Baden war zwischenzeitlich gespalten, die Baden-Badener Linie war katholisch, die Baden-Durlacher protestantisch). Die Untertanen mussten nach der Reformation die Religion ihres Herrschers annehmen. Allerdings gehörte damals höchstens die Hälfte des Heutigen Ba-Wü zu Baden oder Württemberg, der Rest zu Vorderösterreich (Breisgau und Teile Oberschwabens, auch Konstanz), der Pfalz (Kurpfalz), Fürstenberg (verstreut im Süden), Hohenzollern, sowie Klosterherrschaften, Fürstbistümern und Reichsstädten. Erst durch Napoleon kamen diese Gebiete zu Baden oder Württemberg (Hohenzollern nicht, es kam später zu Preußen), konnten aber dank der zwischenzeitlich erreichten Religionsfreiheit ihre jeweilige Konfession behalten. Heute sind mehr Baden-Württemberger katholisch als evangelisch.

    5. Die Rivalität zwischen Württemberg und Baden kam ebenfalls durch die ehemaligen Herrscher zustande. Die Württemberger (und bis ins etwa 1800 auch die Habsburger) versuchten jahrhundertelang, den seit dem Mittelalter vakanten Titel ¾Herzog von Schwaben “ zu erlangen, um Ansprüche auf eine Vorherrschaft im Schwäbischen Reichskreis zu sichern, zu dem auch (das damalige) Baden gehörte. Nach Napoleon versuchten die Herrscher Badens, dem quasi neu zusammengewürfelten Land mit seinen unterschiedlichen landsmannschaftlichen Zugehörigkeiten eine eigene Identität zu geben. Da die Württemberger den Anspruch auf Schwaben stellten (womit sie nie erfolg hatten), propagierten die Badener, dass ihre Untertanen gar keine Schwaben (womit damals noch alle Alemannen außer Schweizer und Elsässer gemeint waren) oder Franken seien, sondern Badener. Und jenes wollte irgendwann auch keiner mehr, da ständig schwabenfeindliche Propaganda betrieben wurde (nach dem Denkmuster: ¾Schwaben sind schlecht? Dann bin ich kein Schwabe. “) â€â€œ eine ziemlich nachhaltige Propagandaaktion, die anscheinend bis heute nachwirkt (v.a. in Fußballstadien). Der Streit um den Südweststaat tat sein Ãēbriges. Hier ging es aber ebenfalls eher um den eigenen Machterhalt. Die Kreise Konstanz, Stockach und Ãēberlingen (also die wichtigsten ;-) ) haben übrigens schon beim ersten Mal für Baden-Württemberg gestimmt.

    So, das warâ€Ëœs. Ansonsten gefällt mir Eurer Blog gut.

    Viele Grüße aus Konstanz nach Konstanz.

  3. Hallo Herbert,

    klasse, was für ein informativer und ausführlicher Kommentar, vielen Dank. Ich werde da in den nächsten Tagen noch ein bisschen mehr dazu schreiben, bis dahin inner-konstanzerische Sonntagsgrüße
    Ute

  4. […] ein paar Tagen bekam ich von Herbert einen ganz ausführlichen Kommentar zum Artikel mit der Landkarte Baden-Württemberg. Diese Fülle an weiteren Informationen […]

  5. […] auf alemannisch. Badisch ist es irgendwie auch noch, denn Konstanz liegt in Baden, aber das ist nicht so einfach mit Baden und Württemberg, mehr dazu siehe im Artikel Musterländle […]

  6. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass die Rivalität/Feindschaft zwischen Baden und Württemberg zunahm als preußische Truppen mit großer württembergischer Unterstützung sehr sehr brutal und blutig die Demokratiebewegung 1848, deren Hochburg in der Deutschen Revolution 1848 Rastatt und generell das damals recht liberale Baden war, niederschlugen. Tausende Badener starben oder wanderten daraufhin nach Amerika aus. Dies wird als einschneidendes Ereignis für die Beziehungen zwischen Baden und Württemberg gesehen woraufhin die moderne Rivalität sich entwickelte, die noch immer bis heute anhält. Wobei die meisten Leute, keine Ahnung mehr haben warum sie eigentlich was gegen Schwaben haben. Die Hauptstadtfrage nach dem Krieg war nicht Grund für die Rivalität sondern goß nur mehr Öl ins Feuer, da die Beziehungen bereits 100 Jahre davor sehr schlecht waren.

  7. @Tobi

    Danke für die zusätzliche Ergänzung, die geschichtlich interessant ist.

    Trotz allem, denke ich heutzutage gibt es keinen Grund mehr den heute lebenden Menschen etwas vorzuwerfen, was ihre Ahnen irgendwann getan haben. Inzwischen – kenne zumindest ich – das auch eher scherzhaft.

  8. @ Tobi, das ist mir allerdings neu, vielmehr ging ich in der Annahme, daß Württ. an Seiten von Baden gegen Preussen kämpfte. Leider kann ich meinen Vater (Freiburger) hierzu nicht mehr befragen, der er nicht mehr lebt. Lebe in Stuttgart, und die sind wohl in dem Fall nicht die richtigen Ansprechpartner. Meine Mutter aus Österreich hat schon gar keine Ahnung von den südd. Verhältnissen.

  9. Grüß Gott,

    ob dies nun fränkisch, alemanisch, kurpfälzisch oder schizerditsch ist bleibt dahin gestellt.
    Als Badener hört es sich zumindet besser an als: Hallo! Servus; oder gar Hey usf.

    Aber darauf wollt ich nicht zu sprechen kommen. Ihr habt angefangen mit einer karte von badischen Orten!?. Wo finde ich die?

    Könnt Ihr mir kurz antworten??

    Danke.

    Mit symbadischen Grüßen

    Willi Stürmlinger

  10. Willi Stürmlinger: Aber darauf wollt ich nicht zu sprechen kommen. Ihr habt angefangen mit einer karte von badischen Orten!?. Wo finde ich die?

    Nö, ich habe nur mal den grundsätzlichen Grenzverlauf, wie im Bild (hoffentlich) zu sehen skizziert.

  11. Avatar von Alter Württemberger
    Alter Württemberger

    Habe aus einer alten historischen Karte per Hand die Grenzen in google maps übertragen.

    bit.ly/wuerttemberg

  12. Avatar von Alter Württemberger
    Alter Württemberger

    Alter Württemberger: Habe aus einer alten historischen Karte per Hand die Grenzen in google maps übertragen. bit.ly/wuerttemberg

    Link war kaputt, hier der richtige: http://www.quikmaps.com/show/126767

  13. Hi,

    Alter Württemberger: Habe aus einer alten historischen Karte per Hand die Grenzen in google maps übertragen.

    sieht klasse aus, danke. Den kaputten Link habe ich deaktiviert und gestrichen. :)

  14. Avatar von Alte Dorfschule
    Alte Dorfschule

    Bereite derzeit eine Sonderausstellung Thema „so isch ´s doch besser – Zusammenschluß Baden und Württemberg“ vor. Als Rahmenprogramm für die Ausstellung suchen wir Laiendarsteller für humorvolle Kurzgeschichen. Wer sonst Interesse hat, sich in die Ausstellung einzubringen, meldet euch bitte.

  15. Alte Dorfschule: Bereite derzeit eine Sonderausstellung Thema “so isch ´s doch besser â€â€œ Zusammenschluß Baden und Württemberg 

    Klingt interessant, wenn du mehr darüber sagen kannst, schreib doch nochmal. Vielleicht lässt sich ein eigener Artikel draus machen… Viel Erfolg!

  16. Allerdings gehörte damals höchstens die Hälfte des Heutigen Ba-Wü zu Baden oder Württemberg, der Rest zu Vorderösterreich (Breisgau und Teile Oberschwabens, auch Konstanz),

    … nur eine Ergänzung dieser sehr guten Richtigstellung: Vorderösterreich hiess damals auch Schwäbisch Österreich …

  17. Thomas:
    ¦ nur eine Ergänzung dieser sehr guten Richtigstellung: Vorderösterreich hiess damals auch Schwäbisch Österreich ¦

    Danke, das kannte ich noch nicht.

    Ich bin erstaunt wie häufig immer mal wieder jemand noch eine Ergänzung hat, das macht Spaß und ich hatte nicht mit soviel Antworten gerechnet. :)

  18. Hallo, grüss euch …
    ich wollt euch noch einen kleinen Tip geben, falls ihr mal nicht wisst welche Stadt württembergisch, bzw. badisch ist …
    geht auf die jeweilige hp der evangelischen Landeskirche Baden, bwz. Landeskirche Württemberg, dort geht dann zum Gemeindefinder und wenn ihr die jeweilige Gemeinde (Stadt/Dorf) net findet dann ist sie im jeweils anderen Gebiet. Die haben das noch streng getrennt. Ich bin selber „patriotischer“ Württemberger, der die Schönheit der Landschaft und das gute Wetter hier im südbadischen Freiburg durchaus gern hat.
    Aus Freiburg grüßt euch der
    Thomas

  19. H Thomas,

    Thomas: geht auf die jeweilige hp der evangelischen Landeskirche Baden, bwz. Landeskirche Württemberg, dort geht dann zum Gemeindefinder und wenn ihr die jeweilige Gemeinde (Stadt/Dorf) net findet dann ist sie im jeweils anderen Gebiet.

    stimmt, die Landeskirchen sind dafür eine gute Idee, da die ja noch immer nicht zu baden-württembergischen Kirchen zusammengeschlossen wurden.

    Was ich noch nicht wusste, ist dass es sogar einen Gemeindefinder gibt, danke für den Tipp.

    Thomas: Ich bin selber “patriotischer  Württemberger, der die Schönheit der Landschaft und das gute Wetter hier im südbadischen Freiburg durchaus gern hat.

    Patriotischer Württemberger, der gern im badischen Freiburg lebt ist eine prima passende Version zum Artikel. :)

  20. Avatar von H. aus Heidelberg
    H. aus Heidelberg

    Eine Verfeinerung des Tipps von Thomas:
    Auf der HP der evangelischen Landeskirche findet ihr neben dem Gemeindefinder auch Karten von Baden: http://www.ekiba.de/html/content/landeskirche_gemeinden.html
    Als PDF-Version z.B. http://www.ekiba.de/html/media/dl.html?i=29057

  21. […] gar nicht so wenig Wertschätzung, wie es auf Menschen, die nicht aus dem Ländle kommen, wirkt. (Baden und Schwaben unterscheiden meist nur noch die Baden-Württemberger und auch die eher […]

  22. […] beliebtesten Blogartikel auf uteles Blog ist erfolgreich wegen eines Bildes. Die Grafik zeigt den badisch-schwäbischen Grenzverlauf. Das Ursprungsbild im Blog hatte ich als gif in 600×735 Pixeln hochgeladen, inzwischen ist es […]

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